Du, sichtbar
Foto, Name, Werdegang, warum du das machst. Nicht als Lebenslauf, sondern als Geschichte in fünf Sätzen.
Coaching verkauft sich nicht über Argumente, sondern über Vertrauen. Deine Seite hat genau eine Aufgabe: Aus „klingt interessant“ soll „ich schreibe ihr“ werden.

Sie sprechen über Prozesse statt über Menschen. „Ich begleite Sie in Veränderungsprozessen zu nachhaltiger Wirksamkeit“ — dieser Satz steht sinngemäß auf tausenden Seiten und sagt nichts. Wer ihn liest, weiß danach nicht, ob du ihm bei seinem Problem helfen kannst.
Der Gegenentwurf ist unangenehm konkret: Für wen bist du da, was ist die typische Situation, in der jemand bei dir landet, und was ist danach anders? Drei Sätze, die ein bestimmter Mensch als „das bin ich“ erkennt, wirken stärker als eine Seite voller Kompetenzbegriffe.
Dazu kommt ein zweiter Punkt, den viele scheuen: dein Gesicht und dein Name. Bei Beratung kauft niemand ein Verfahren, sondern eine Person. Ein gutes Porträtfoto und ein ehrlicher Werdegang leisten mehr als jedes Zertifikat im Fließtext.
Und ein dritter, der selten ausgesprochen wird: Viele Coaching-Seiten sind für Kolleginnen und Kollegen geschrieben, nicht für Klienten. Fachbegriffe aus der Ausbildung, Verbandslogos, Methodenkürzel — das beeindruckt die Branche und verunsichert alle anderen. Schreib für die Person, die abends ratlos sucht, nicht für die Supervisionsgruppe.
In dieser Reihenfolge liest man dich am ehesten zu Ende.
Foto, Name, Werdegang, warum du das machst. Nicht als Lebenslauf, sondern als Geschichte in fünf Sätzen.
Was passiert in einer Sitzung? Wie viele Termine sind üblich? Menschen kaufen leichter, wenn sie den Ablauf kennen.
Eine klare Eingrenzung schreckt niemanden ab, den du willst. Sie zieht die an, die genau passen.
„Einzelsitzung 150 €, Paket aus fünf Sitzungen 690 €“ ist ein Vertrauenssignal. Verschwiegene Preise wirken wie eine Verhandlung, die noch kommt.
Nicht Newsletter, Download, Anruf und Formular gleichzeitig. Ein Erstgespräch, ein Button, überall derselbe.
Ein Bereich mit ein paar echten Beiträgen zeigt, wie du denkst — und bringt dich zu Suchbegriffen, die deine Angebotsseite nie erreicht.
Wer ein Coaching braucht, tippt selten das Wort Coaching. Er beschreibt seine Lage — und landet bei dem, der genau diese Lage beschreibt.
Überall dort tragfähig, wo eine Person Zeit gegen Honorar anbietet und Vertrauen der Türöffner ist.
Oft als ganze Frage oder Situationsbeschreibung, häufig abends und vom Handy.
Diese Suchen erreicht keine Angebotsseite, sondern nur ein Text, der die Situation ausspricht. Zwei bis drei ausführliche Beiträge zu typischen Anlässen bringen langfristig mehr Anfragen als jede Überarbeitung der Startseite.
Jemand tippt „Konflikt im Team Führungskraft Hilfe“ bei Google. Er landet auf einem Beitrag von dir, in dem genau diese Situation beschrieben ist. Am Ende des Beitrags steht kein Verkaufstext, sondern ein Satz wie „Wenn Sie das aus Ihrem Alltag kennen: Im Erstgespräch sortieren wir in 30 Minuten, woran es liegt.“
Er klickt auf „Über mich“, sieht ein Gesicht, liest zwei Absätze, geht zurück und schreibt. Nichts daran ist Zufall — es ist der Aufbau der Seite. Genau diesen Aufbau bekommst du hier fertig.
Ruhig, hell, ohne Marktschreierei — dazu die Bereiche, die Beratung wirklich braucht.





„Vereinbaren Sie ein unverbindliches Erstgespräch“ steht auf jeder zweiten Beratungsseite und löst trotzdem selten etwas aus. Der Grund ist nicht Desinteresse, sondern Unsicherheit: Niemand weiß, was in diesen dreißig Minuten passiert, ob es etwas kostet, ob danach Druck kommt.
Nimm dem Gespräch die Ungewissheit, indem du es beschreibst wie einen Ablauf. Wie lange dauert es, findet es am Telefon oder per Video statt, was solltest du vorher überlegt haben, was passiert danach — und ob am Ende ein Angebot steht oder eine Empfehlung an jemand anderen.
Dieser Absatz ist oft der wirksamste Text der ganzen Seite, weil er die letzte Hürde vor dem Kontakt abräumt.

Die Website ist schnell gebaut. Die Entscheidungen darunter sind die eigentliche Arbeit — und sie helfen dir auch im Gespräch.
Wenn dir die Formulierungen schwerfallen: Der Ratgeber zu Website-Texten zeigt, wie aus Notizen lesbare Absätze werden.
Nein, und du solltest auch keine erfinden. Der Bereich für Stimmen bleibt einfach leer, bis du echte hast — dann fragst du zwei zufriedene Klient:innen und ergänzt sie. Bis dahin tragen dein Werdegang und die Klarheit deines Angebots.
Du kannst einen Bereich mit Themen und Impulsen anlegen. Ein vollwertiges Blogsystem mit eigenen Artikelseiten ist derzeit nicht enthalten — wenn regelmäßiges Schreiben der Kern deiner Strategie ist, solltest du das wissen, bevor du kaufst.
Nenne nie Namen oder erkennbare Details von Klient:innen, auch nicht in Beispielen. Anonymisierte Situationsbeschreibungen sind in Ordnung, wenn niemand daraus eine Person erkennen kann. Im Zweifel fragst du.
Müssen nicht, sollten meistens ja. Wer Preise nennt, führt weniger Gespräche, aber die richtigen. Wenn dein Angebot stark individuell ist, nenne wenigstens eine Größenordnung oder den Preis des Erstgesprächs.
Für ein klares Angebot mit einer Zielgruppe reicht eine gut gebaute Seite. Sobald du drei sehr unterschiedliche Angebote hast — Einzelcoaching, Firmenworkshops, Online-Kurs — konkurrieren sie auf einer Seite miteinander. Dazu gibt es einen ehrlichen Vergleich.
Auf der Seite selbst nicht prominent, im Impressum schon — eine ladungsfähige Anschrift ist Pflicht, auch bei rein digitaler Arbeit. Wenn du keine Geschäftsräume hast, ist das die Privatadresse; wer das vermeiden will, arbeitet mit einer Ladungsadresse.
Nicht durch Gestaltung, sondern durch Eingrenzung. Zwei Sätze, die eine bestimmte Person genau treffen, wirken stärker als jedes Alleinstellungsmerkmal im Werbeton. Wer alle anspricht, wird von niemandem gesucht.
Antworten geben, Vorschau ansehen, online gehen. Bezahlt wird erst, wenn dir das Ergebnis gefällt.