Anlegen oder übernehmen
Zuerst prüfen, ob es schon einen Eintrag gibt — Google legt Einträge auch ohne Zutun an. Existiert einer, wird er übernommen statt neu erstellt, sonst gibt es zwei Profile mit geteilten Bewertungen.
Für lokale Betriebe ist es das wirksamste kostenlose Werkzeug überhaupt — und gleichzeitig das am häufigsten halb ausgefüllte. Diese Anleitung geht die Punkte durch, die tatsächlich einen Unterschied machen, und lässt die weg, die nur Zeit kosten.
Das Google-Unternehmensprofil ist der Eintrag, der rechts neben den Suchergebnissen und in Google Maps erscheint: Name, Adresse, Öffnungszeiten, Fotos, Bewertungen, Telefonnummer. Es ist kostenlos, in 20 Minuten angelegt — und es gehört Google, nicht dir.
Genau darin liegt der Grund, warum es die Website nicht ersetzt. Das Profil ist dein Schaufenster in einem fremden Kaufhaus: gut sichtbar, aber nach fremden Regeln, jederzeit änderbar und ohne Anspruch auf Bestand. Deine Website ist der Laden, der dir gehört. Beides zusammen ergibt lokale Sichtbarkeit; einzeln bleibt jeweils die Hälfte liegen.
Umgekehrt ersetzt die Website das Profil ebenso wenig. Bei Suchen mit örtlichem Bezug steht die Kartenbox über allen normalen Ergebnissen. Wer dort fehlt, steht unterhalb von drei Wettbewerbern, selbst wenn seine Seite besser ist.
Zuerst prüfen, ob es schon einen Eintrag gibt — Google legt Einträge auch ohne Zutun an. Existiert einer, wird er übernommen statt neu erstellt, sonst gibt es zwei Profile mit geteilten Bewertungen.
Je nach Branche per Video, Telefon, E-Mail oder Postkarte. Bis zur Freischaltung kann das Profil bereits gepflegt werden, sichtbar wird es erst danach.
Kategorie, Leistungen, Öffnungszeiten inklusive Feiertagen, Website-Adresse, Beschreibung, Zahlungsarten, Barrierefreiheit. Jedes leere Feld ist verschenkte Sichtbarkeit.
Außenansicht, Innenraum, Team, Arbeitsergebnisse. Zehn echte Fotos wirken stärker als jede Feinarbeit an der Beschreibung.
Welchen Weg Google anbietet, hängt von Branche, Rechtsform und Region ab — aussuchen kannst du es dir meist nicht.
| Weg | Dauer | Worauf zu achten ist |
|---|---|---|
| Video | 1–7 Tage | Ein durchgehender Clip: Umgebung, Schild, Innenraum, Werkzeug, dann du selbst |
| Telefon oder SMS | sofort | Nur unter der Nummer, die im Profil steht |
| sofort bis 1 Tag | Nur an eine Adresse auf deiner eigenen Domain | |
| Postkarte | 5–14 Tage | Code fünf Wochen gültig; kommt nichts an, kann neu angefordert werden |
| Sofortbestätigung | sofort | Nur, wenn die Domain bereits in der Search Console bestätigt ist |
Die Videobestätigung wird häufiger verlangt als früher und scheitert meist an einem Detail: Der Clip darf nicht geschnitten sein und muss den Zusammenhang zwischen Standort, Schild und Person in einem Stück zeigen.
Keine andere Angabe entscheidet so stark darüber, bei welchen Suchen du überhaupt in Frage kommst. Die Hauptkategorie ist für Google die Antwort auf die Frage „Was ist dieser Betrieb?“ — und für diese eine Kategorie wirst du bevorzugt ausgespielt.
Drei Regeln, die in der Praxis den Unterschied machen:
Ein einfacher Test: Such nach der Leistung, mit der du dein Geld verdienst, und sieh dir die drei Betriebe in der Kartenbox an. Ihre Hauptkategorien stehen unter dem Namen — und wenn dort durchgehend eine andere steht als bei dir, hast du den Grund gefunden.
Ein vollständiges Profil wird häufiger ausgespielt als ein halbes. Diese Felder lohnen die Mühe — der Rest ist optional.
Der Name ist die einzige Angabe, bei der Kreativität ausdrücklich schadet: „Elektro Meier Neuss Wallbox Notdienst“ verstößt gegen die Richtlinien und kann zur Sperrung führen. Der Ortsbezug entsteht über Adresse und Kategorie, nicht über den Namen.
Profile mit echten Fotos bekommen deutlich mehr Routenanfragen und Anrufe. Handybilder reichen — Tageslicht vorausgesetzt.
Damit Leute dich wiedererkennen, wenn sie davorstehen. Das meistgeklickte Foto in fast jedem Profil und das erste, das fehlt.
Ein bis drei Aufnahmen, die zeigen, wie es bei dir aussieht. Nimmt die Unsicherheit vor dem ersten Besuch.
Ein Gesicht wirkt stärker als jedes Logo. Bei inhabergeführten Betrieben oft das überzeugendste Bild überhaupt.
Vier bis acht Aufnahmen dessen, was du herstellst, reparierst oder gestaltest. Vorher-Nachher-Paare funktionieren besonders gut.
Bei Betrieben, die zum Kunden fahren, ersetzt das die fehlende Außenansicht und macht dich im Ort wiedererkennbar.
Zwei Pflichtfelder, die Google getrennt behandelt. Beide setzen, sonst wählt Google selbst ein Foto aus — meist nicht deins.
Name, Adresse und Telefonnummer müssen auf deiner Website, im Unternehmensprofil und in allen Verzeichnissen exakt gleich geschrieben sein. Nicht sinngemäß gleich — gleich. „Elektro Meier GmbH, Hauptstr. 4“ und „Elektro Meier, Hauptstraße 4“ sind zwei Datensätze, die einander widersprechen.
Google gleicht diese Angaben quer über das Netz ab und wird bei Widersprüchen vorsichtiger damit, welchen Eintrag es prominent zeigt. Der Aufwand, das einmal zu vereinheitlichen, liegt bei einer halben Stunde; der Effekt ist größer als bei den meisten bezahlten Maßnahmen.
Praktisches Vorgehen: Schreib deine Angaben einmal in eine Textdatei — genaue Schreibweise von Name, Straße, Postleitzahl, Ort, Telefonnummer mit Vorwahl im internationalen Format — und kopiere sie ab jetzt ausschließlich von dort. Wenn du umziehst oder die Nummer wechselst, arbeitest du dieselbe Liste einmal von oben nach unten ab.
Prüfen kannst du das in zehn Minuten: Such nach deinem Firmennamen in Anführungszeichen und sieh dir die ersten zwanzig Treffer an. Alte Adressen und tote Nummern in Verzeichnissen sind der häufigste Fund — und meist mit einer E-Mail korrigiert.
Ja. Du kannst ein Profil als Dienstleister mit Einsatzgebiet anlegen und deine Adresse verbergen. Genau dafür ist diese Variante gedacht — sie gilt für Handwerk, Coaching und alle, die zum Kunden fahren. Das Einsatzgebiet sollte realistisch bleiben: Zwanzig Landkreise wirken weder glaubwürdig noch helfen sie.
Nein, das ist optional. Aktualität hilft, aber ein vollständiges Profil mit guten Fotos und Bewertungen wirkt deutlich stärker als wöchentliche Beiträge in einem sonst leeren Eintrag. Wenn du Beiträge nutzt, dann für Anlässe mit echtem Neuigkeitswert: Feiertagszeiten, neue Leistung, Betriebsferien.
Deine Startseite. Wenn du eine Seite hast, die genau zur Hauptkategorie passt, kannst du auch diese verlinken — wichtig ist nur, dass die Adresse erreichbar ist und dieselben Kontaktdaten zeigt wie das Profil.
Nur, wenn sie gegen die Richtlinien verstößt: Beleidigung, offensichtlich falscher Betrieb, Werbung, kein echter Kundenkontakt. Unzufriedenheit allein ist kein Löschgrund. Melden ist möglich, dauert und führt oft zu nichts — eine sachliche öffentliche Antwort wirkt in fast allen Fällen besser als der Versuch, die Bewertung loszuwerden.
Adresse im Profil ändern statt ein neues Profil anzulegen — nur so bleiben die Bewertungen erhalten. Danach dieselbe Änderung auf der Website und in allen Verzeichnissen nachziehen. Rechne zwei bis vier Wochen ein, bis sich die Platzierungen am neuen Standort einpendeln.
Deine Website liefert Adresse, Telefonnummer und Öffnungszeiten automatisch als strukturierte Daten aus. Wenn dieselben Angaben im Profil stehen, bestätigen sich beide gegenseitig — genau das will Google sehen.
Damit sich beide gegenseitig bestätigen, müssen Adresse, Telefonnummer und Öffnungszeiten übereinstimmen. Bei Seitenwirkung stehen sie automatisch als strukturierte Daten in deiner Seite.